So wie Mark, habe auch ich mal wieder eine längere Pause was das Bloggen angeht eingelegt.

Grund dafür war hauptsächlich die Berufsschule und der daraus resultierende Zeitmangel. Die Schulblöcke sind für mich bekanntermaßen sowieso immer ziemlich stressig, doch dieser wird glaube für immer auf Platz 1 bleiben.
Von den normalen Unannehmlichkeiten wie der Fahrerei und den schrecklichen Zeiten zu denen ich aufstehen muss und wieder nach Hause komme mal abgesehen stand diesen Schulblock das heißegeliebte “Kluthkeprojekt” auf dem Stundenplan.
Kluthkeprojekt deshalb, weil es in Zusammenarbeit zwischen der Schule und einem gewissen Herrn Kluthke entsteht, der im Prüfungsausschuss sitzt und Chef einer der größten Werbeagenturen in Hagen ist.
Wärend des Projektes wird die Klasse in Gruppen aufgeteilt (jeweils 6 Leute) und diese müssen als Erstes eine Agentur mit entsprechender Geschäftsausstattung gründen, später dann einen fiktiven Kundenauftrag (der von Herrn Kluthke gestellt wird) beareiten. Hört sich toll an?! Sollte man meinen, ja. Aber von der Schwierigkeit, das 6 angehende Mediengestalter zusammen Gestaltungsentscheidungen treffen sollen mal abgesehen, gab es insgesam nur 2 Woche Zeit, um das Ganze umzusetzten. Und ich meine für wirklich ALLES! Von Mittwoch bis Mittwoch hatten wir Zeit, um unsere Agentur zu gründen. Name, Logo, Geschäftsausstattung. Nach etwas längerem Hin und Her entschieden wir uns dafür, unsere Agentur “Jaderot” zu nennen und wir alle waren überaus zufrieden mit uns. Manche Gruppen haben sich sogar noch die Mühe gemacht, eine Imagebroschüre zu erstellen!
Effektiv hatten wir allerdings nur Donnerstags, Freitags, Montags und Dienstags Zeit. Denn am Mittwoch musste die Agentur schon stehen, damit man das Briefing des Kundenauftrages entgegennehmen und bearbeiten konnten. Dieser Auftrag bestand dann darin, für eine fiktive Tanzschule einen Namen und ein Logo zu erstellen und darüber hinaus eine Werbekampagne zur Eröffnung dieser Tanzschule zu gestalten und zu kalkulieren. Und das auch nur in effektiv 4 Tagen! Doch alles Jammern half nichts, man musste sich schnell innerhalb der Gruppe einteilen, am ersten Tag schon Namen und Logo der Tanzschule einigermaßen fertighaben, damit man sich dann der Kalkulation widmen konnte. Diese war dann nochmal etwas problematisch, da die eine Hälfte der “Kalkulationsgruppe” nicht mehr auftauchte. Und auch Streitereien waren nicht ausgeschlossen, doch das ging jeder Gruppe so. Am Ende hat doch noch alles geklappt, doch ich glaube ich war noch nie in meinem Leben so lange im Büro. Teilweise hin ich nach der Arbeit noch bis 11 vorm iMac um noch dies und jenes fertigzustellen. Aus irgendeinem Grund hatte mich der Lehrer nämlich auch noch zur Gruppenleiterin erklärt (die Gruppen wurden von ihm zusammengestellt) und ein gewisses Veranwortungsgefühl meinerseits lässt sich nicht leugnen.

Die Präsentation verlief relativ gut und auch wenn unsere Gruppe nicht zu den zwei “Siegern” gehörte muss ich doch sagen, das es irgendwo irgendwie Spaß gemacht hat. Habe ich während des Projektes noch scheckliche Panik- und manchmal auch Heulattacken bekommen kann ich jetzt mit einem wirklich zufriedenen Gefühl sagen, das wir als Gruppe gut funktioniert haben.
Wenn man sich während des Projektes in der Klasse umschaute, sah man überwiegend gestresste, genervte und müde Gesichter. Die Gruppe stritten sich teilweise fürchterlich und das war meiner Meinung nach am “Schlimmsten” an dem ganzen Projekt. Das in Gruppe öfters mal etwas lauter diskutiert ist, denke ich, klar. Doch teilweise wurde sich richtig gestritten und Köpfe eingeschlagen und man dachte: So, das wars jetzt. Ich hab keinen Bock mehr, ihr könnt mich mal. Doch auch bei den schlimmsten Streitereien hat es am Ende doch irgendwie geklappt und ich finde wir alle können wirklich stolz auf uns sein, das wir dieses Projekt mehr oder weniger gut geschafft haben!
Die beiden Bilder in diesem Eintrag zeigen teilweise die Geschäftsausstattung, die während des Projektes entstanden sind. Copyright liegt bei mir, bzw. bei meiner Gruppe!